Pestalozzischule Hösbach - Förderzentrum Lernen

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Streuobstwiese / Schulgarten

Arbeitsgemeinschaft Obst- und Gartenbau


Leitung: Frau Kohl, FLin

Text: A.Sylla, Studienrat im Förderschuldienst i.R.




Die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Obst- und Gartenbau hat eine lange Tradition an der Hösbacher Pestalozzischule. Kurz nach der Errichtung der Schule wurde von Lehrern und Schülern ein Schulgarten mit Gemüse- und Blumenbeet, Beerenhecke und Apfelbaum auf dem Schulgelände angelegt. Später kamen ein Gartenhaus und der Gartenteich dazu. Im Schulgarten wird überwiegend Gemüse angebaut, das, wenn es nicht gleich vom Feld gegessen wird, in der Schulküche Verwendung findet. Da die meisten Schüler/-innen die Herkunft der Lebensmittel nur noch bis ins Supermarktregal zurückverfolgen können, ist das Erfahrungsfeld Schulgarten enorm wichtig. Unsere Schule kann mit Fug und Recht als „grüne Schule“ bezeichnet werden. Naturnahes und –bewusstes Handeln beschränkt sich nicht auf die Arbeitgemeinschaft. Grün findet sich in den Klassenzimmern, der Aula und den Fluren. Schüler/-innen und Lehrer/-innen kümmern sich gemeinsam um die Blumen und Pflanzen in und um die Schule.


Seit 1996 hat die Hösbacher Pestalozzischule auf dem 209 Meter hohen, 15 Gehminuten entfernt liegenden Oberen Attigsberg eine 2000 Quadratmeter große, damals verwilderte und nicht mehr bewirtschaftete Streuobstwiese gepachtet. Drei vom Absterben bedrohte, alte Apfelbäume wurden von den Lehrern ausgeschnitten. Mit den Ästen und Zweigen errichteten die Schüler an der westlichen Grundstücksgrenze eine Benjeshecke. Ein Teil des alles überwuchernden Brombeergestrüpps wurde gerodet. Mittlerweile sind 6 neue Apfel- und Birnenbäume gepflanzt, verschiedene Nisthilfen aufgehängt, Informationstafeln gestellt und eine Sitzgruppe aus Holz gebaut. Häufig vorbeikommende Spaziergänger nehmen unsere Wiese jetzt mit Interesse wahr. Die regelmäßige Pflege der Anlage geschieht durch den Obst- und Gartenbaukurs. Stehen besondere Arbeiten an wie der Bau einer neuen Sitzbank bzw. Reparaturarbeiten von Geräten oder am Gartenhaus, so wird der BLO- Kurs Holz- und Metallbau mit einbezogen.

Im Herbst können die Schüler/-innen die Früchte ihrer Arbeit genießen. Ganze Klassen ziehen auf den Attigsberg zur Apfellese. Ein Teil des Obstes ergänzt das Pausenbrot, ein anderer wird in d er Schule gekeltert, ein weiterer in eine Kelterei gebracht und in Form von Apfelsaft gut geschrieben. So hat die Schule auf längere Strecke ein gesundes, heimisches Getränk.

Das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen von Schule, Hausmeister, Elternbeirat, Pestalozzigemeinschaft, Obst- und Gartenbauverein, Gemeinde, Landratsamt und Landesbund für Vogelschutz, den Mädchen und Jungen Natur in ihrem Schulumfeld nahe zu bringen, kann sich sehen lassen und erntete 1997 Anerkennung beim Landeswettbewerb „Natur im Schulumfeld“ zu dem das Bayerische Umwelt- und das Kultusministerium aufgerufen hatten.




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