Pestalozzischule Hösbach - Förderzentrum Lernen

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Kanuprojekt

Seit mehreren Jahren wird an der Pestalozzischule im Sommer in Kooperation mit dem SSKC Poseidon Aschaffenburg ein Kanuprojekt durchgeführt. Organisiert wird es von schulischer Seite vom Kollegen i.R. A. Sylla.

Einen Eindruck über den Verlauf des Projekts vermittelt der nachfolgende Bericht von Herrn Sylla:

 

Das Sportprojekt der Pestalozzischule Hösbach in Zusammenarbeit mit dem SSKC Poseidon Aschaffenburg

Nach dem Erfolg des Kanu-Projektes im vergangenen Jahr war klar, wir werden auch dieses Jahr mit einer Schülergruppe in Kajaks den Main für uns erobern. Christoph Schüßler, Thomas Szarka, Hanne König vom SSKC hatten schon im letzten Sommer zugesagt, mit uns den Kurs durchzuführen. Frau Schwinn war sofort bereit, wieder mit­zumachen. Herr Sylla übernahm die Kursleitung. Kaum war der Kurs angekün­digt - zwei Boote, Fotos, der Text der Projektausschreibung warben in der Schulaula für den Kurs- waren schon 16 schriftliche Anmeldungen abgegeben. Die 10 zur Verfügung stehenden Teilnehmerplätze werden schließlich ausgelost.




 


Montag, 9:00 Uhr: Die Gruppe startet im Rottenberger Freibad mit dem Schwimmtest. Voraussetzung für den Kanu-Kurs war, dass alle 15 Minuten in tiefem Wasser schwimmen können. Das schaffen die Teilnehmer/innen. Zusätzlich wird in diesem Jahr auch das Jugendschwimmabzeichen in Bronze abgenommen.


Jugendschwimmabzeichen Bronze

 

-   Sprung vom Beckenrand und mindestens 200 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten

einmal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen eines Gegenstandes

- Sprung aus 1 m Höhe oder Startsprung

      - Kenntnis der Baderegeln

 

 


Dienstag, 17:00 Uhr: Lufttemperatur 27 0 C, Gewitterwolken, leichter Wind. Auf dem Vereinsgelände des SSKC am Main, in Nachbarschaft zum Aschaffenburger Schwimmbad treffen alle pünktlich ein. Kajaks aus dem Bootsschuppen holen, Sitzan­lagen anpassen, Paddel aussuchen, Schwimmwesten anlegen. Dann einige Erklärungen der Ausbilder Christoph und Thomas zur Sicherheit und Trockenübungen auf der Wiese. Drei Stege hat der SSKC am Main. Wir nutzen den ersten, da an den anderen Stegen die jungen Rennsport-Kanuten des Vereins ihre Boote einsetzen und auch zwei lange Drachenboote im Wasser liegen. Trainingsabend. Übrigens werden alle Boots­typen (Kajak, Kandier, Faltboot, Drachenboot) Kanu genannt, und die Bootsfahrer Kanuten. Zur Fortbewegung auf dem Wasser benutzen sie Paddel. Die Sportart wird deshalb auch Paddeln genannt.

Die Anfänger der Gruppe sitzen zu Beginn noch recht wacklig und unsicher im Boot. Unsere Fortgeschrittenen vom Vorjahr tun sich da leichter, klar. Es  ist nicht ganz einfach, das Kajak geradeaus zu steuern. Aber mit den fachkundigen Anweisungen und Hilfe­stellungen der Ausbilder gewinnen alle schnell Zutrauen zu ihrem Boot. Und nach einer knappen Stunde ist die ganze Gruppe so weit, dass wir zusammen mit den Übungs­leitern den Main queren können und hinüber fahren auf die Uferseite, wo Pompejanum und Schloss liegen. Das ist dann schon aufregend, denn der Main ist hier ganz schön breit.

Wir fahren an grünen, roten und gelben Bojen, Schifffahrtszeichen zur Begrenzung der  Fahrrinne für die Schiffe, vorbei und steuern den Aschaffenburger Floßhafen an.

Auf der gegenüberliegenden Seite sehen und hören wir die Achterbahn des Volksfestes.

Im Floßhafen kann die Gruppe ungestört von anderen Booten oder Schiffen so richtig die Boote ausprobieren. Zwei mal kenterte ein Boot. War es Übermut oder mangelnde Konzentration? Gefahr bestand keine. Für die Sicherheit sorgten die Schwimmweste und die Hilfestellung durch erfahrenen Kanuten des SSKC. Nach einer Kenterung musst du mit Boot und Paddel ans Ufer schwimmen, dort das Boot ausleeren. Das kostet Kraft, weil viel Wasser drin ist. Danach wieder einsteigen und weiter. Bei der Rückkehr an den Bootssteg dann noch eine Kenterung beim Aussteigen aus dem Boot. Das ist kein Unglück. Wassersport  ist nun mal nass.

 

Mittwoch, 17:00 Uhr: Der Himmel voller dunkler Wolken, aber warm. Heute geht alles schneller. Die meisten Handgriffe sitzen. Also geht es zügig am Volksfest­platzufer hoch, dann rüber zur gelben Boje (Untiefe, ganz flaches Wasser) und hinein in den Floßhafen.

An einer grünen Boje sammeln sich alle Boote, bilden ein großes Paket. So können Kursteilnehmer/innen in ihrem Kajak sogar aufstehen, die anderen stabilisieren das Boot. Einzelne klettern auf die grüne Boje. Gut dass die Wasserschutzpolizei, deren Schiff auf dem Main kreuzt, uns nicht sieht. Dann Wasserball aus den Kajaks heraus. Ein riesen Spaß. Es setzt heftiger Regen ein, was uns wenig stört, wir sind vom Spritzen beim Wasserpolo sowieso schon nass. Wir fahren den Floßhafen hoch, vorbei an einem eleganten, langen Hotelschiff bis zur Adenauerbrücke. Reiher stehen am Ufer, Enten­familien zie­hen durchs Wasser am Ufergebüsch, gelbe Seerosen mit großen Blättern. Die Rückfahrt zum Steg zieht sich hin. So mancher spürt: Paddeln kostet Kraft.

Wieder auf dem Main: Den Schiffsverkehr beachten, Abstand von den großen Schiffen halten! Ihr Sog ist spürbar und die Wellen hinter ihrem Heck schaukeln uns schön durch. Eine Kenterung am Steg. Macht nichts, heute kommen alle tropfnass zum Boots­haus. Es reg­net wie aus Eimern. Die Stimmung aber ist prima.



 

Donnerstag, 17:00 Uhr: Der letzte Kursabend, ein herrlicher Sommerabend. Alle Abläufe funktionieren vorbildlich: Boote holen, Schwimmwesten anlegen, Aus­rüstung überprüfen. Vor dem Start noch ein kleines Ballspiel an Land. Dann rein in die Boote und den Main aufwärts, vorbei am Volksfest, unter Willigis- und Adenauer­brücke durch. Wir wollen bis auf die Höhe des Rudervereins paddeln, das sind 2,5 km. Strom­aufwärts fahren kostet Kraft. Eine Pause in Ufernähe, außerhalb der Strömung ist fällig. Dann den Fluss queren, rüber zur roten Boje vor dem Ruderverein. Dort sammeln wir uns, bevor wir durch die alte Eingangsschleuse von oben in den Floßhafen fahren. Hier an der schmalen Durchfahrt ist die Strömung besonders stark, die Boote schießen sicher gesteuert hindurch. In der großen, flachen Sandbank steigen alle aus den Booten, Staffellauf im Wasser, sich gegenseitig nass spritzen. Dann wieder rein in die Boote und aufwärts gepaddelt, gegen die kräftige Strömung aus dem Floßhafen hinaus. Da muss man ganz schön hinlangen. Die Rückfahrt stromabwärts zum Steg des SSKC geht flott. Die Wellen der Motorboote und eines Frachtschiffes nehmen wir mit, reiten auf ihnen.

Nach dem Aufräumen der Boote, Paddel und Schwimmwesten ab zum Duschen. Julian bedankt sich am Ende bei Frau Schwinn, Frau König, Herrn Schüßler und Herrn Szarka im Namen der Kursteilnehmer/innen für die tollen Stunden auf dem Wasser mit einem kleinen Geschenk. Christoph und Thomas sagten: “Ihr ward eine klasse Truppe, hoch motiviert, diszipliniert und fröhlich. So macht Sport Spaß.“

 

Albrecht Sylla

 

 

 

 

 

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